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B-Junior Luis Rodriguez vor dem DHB-Lehrgang im Gespräch

bei TSV Redaktion

Erneut wurde Luis Rodriguez zu einem Lehrgang des DHB eingeladen. Der 16-jährige Kreisläufer spielt in seinem zweiten B-Jugendjahr bei der TSV Burgdorf, wechselt im Sommer zu den A-Junioren. Erfreut über seine Entwicklung und die Nominierung zur U-17 Nationalmannschaft ist auch sein Trainer Vincent Marohn: „Luis ist eine Frohnatur, das überträgt sich auf die gesamte Mannschaft. Insbesondere im Torabschluss, mit mittlerweile einigen Wurfvarianten, hat er seine größte Stärke. Aber auch im Kraftbereich hat er sich enorm gesteigert. Er besitzt viel Potenzial und soll in der kommenden Saison von uns an den Herrenbereich herangeführt werden.“

Wir wollen den 16-jährigen Schüler näher vorstellen und haben ihm deshalb viele Fragen zu seiner Person und seinem Lieblingssport gestellt.  

Hallo Luis, erstmal herzlichen Glückwunsch zur erneuten Einladung zur Jugendnationalmannschaft.

Seit wann spielst du Handball? In welchem Verein hast du angefangen und wann bist du nach Burgdorf gewechselt?

Ich habe 2013 bei der TS Großburgwedel angefangen. 2017 bin ich in die Reckenschmiede nach Burgdorf gewechselt.

Stets am Kreis oder hast du auf anderen Positionen begonnen oder es mal ausprobiert?

Ich habe im linken Rückraum und in der Mitte gespielt. Außerdem habe ich mal auf der linken Außenbahn und ziemlich am Anfang im Tor gestanden.

Gab es vor dem Handball andere Sportarten die du ausprobiert hast?

Ich habe eine ganze Menge ausprobiert: Fußball gespielt, bin lange geschwommen, habe Judo gemacht und auch Tischtennis gespielt.

Wer hat dich zum Handball gebracht?

Mich haben Freunde in der 3. Klasse mit zur Handball AG in der Grundschule genommen. Da wurde ich vom Trainer gefragt, ob ich im Verein spielen will. Ist wohl etwas ungewöhnlich, aber aus meiner Familie spielt tatsächlich sonst niemand Handball.

Ist es schwer, Handball und Schule unter einen Hut zu bekommen?

Am Anfang war es ziemlich schwer, aber nachdem ich kürzlich auf die Humboldt Schule gewechselt bin, ist es alles viel einfacher und entspannter geworden. Durch die Schule werde ich gut unterstützt und habe auch mehr Zeit für Hausaufgaben bzw. zum Lernen.

Wie oft trainierst du?

Ich habe ca. fünfmal Hallentraining, dazu kommt noch etwa viermal die Athletik, also Laufen. Das sind also 8-10 Trainingseinheiten in der Woche. Wenn Corona nicht wäre kämen noch ein bis zwei Spiele am Wochenende hinzu.

Bleibt eigentlich noch Zeit für Freunde?

Ja, auf jeden Fall. Also während der Saison weniger, aber trotzdem bleibt da noch Zeit für Freunde oder auch Freundin. Außerdem opfere ich sowieso gerne etwas mehr Freizeit als andere, um weiter an mir zu arbeiten.

Wie stehen deine Eltern zu dem Aufwand den du quasi jeden Tag betreibst?

Meine Eltern unterstützen mich zu 100 %. Sie helfen mir eigentlich bei allem was geht. Meine Eltern gehen sozusagen den Weg als Leistungssportler zusammen mit mir und freuen sich sehr, dass ich jetzt bei Lehrgängen der deutschen Nationalmannschaft dabei sein darf.

Was gefällt dir eigentlich am Handball am besten?

Die Schnelligkeit des Sports und die kleinen Dinge die das Zusammenspiel perfekt machen. Wenn z.B. Spielzüge richtig eingespielt sind und funktionieren, macht Handball sehr viel Spaß - egal ob beim Spielen oder Zuschauen.

Handball ist ein sehr körperbetonter Sport. Gerade Spieler die am Kreis spielen müssen in der Regel viel einstecken. Wie gehst du damit um?

Wenn man mal etwas grober am Kreis angepackt wird folgt auf Angriff immer noch Abwehr, wo ich selber auch gerne mal etwas körperbetonter spiele😉. Außerdem ist Handball nun mal ein Kontaktsport und es geht öfter mal etwas härter zur Sache. Man lernt mit der Zeit damit umzugehen.

Was war deine schlimmste Verletzung?

Da habe ich bisher Glück gehabt, ich hatte mir einmal einen Haarriss im Daumen zugezogen. Ich war noch nie länger als drei Wochen raus.

Du bist schon mehrfach zu einem Lehrgang beim DHB eingeladen gewesen. Wegen der Coronapandemie sind jedoch die geplanten Länderspiele immer wieder ausgefallen. Wie sehnsüchtig wartest du und wann könnte es denn endlich soweit sein, dass du mit dem Adler auf der Brust für Deutschland aufläufst?

Am 7. März beginnt tatsächlich schon der vierte Lehrgang für mich. Der findet in der Sportschule Kienbaum statt. Ich freue mich natürlich sehr darauf, irgendwann mal ein Spiel im Nationaltrikot zu haben. Auch wenn es auf Grund von Corona noch etwas dauert, entwickle ich mich in dieser Zeit trotzdem weiter, um alles geben zu können, wenn es dann soweit ist.

Du wechselst im Sommer zu den A-Junioren, wirst dann zum Kader der Jugendbundesligamannschaft gehören. Was erhoffst du dir von der kommenden Saison?

Als Team hoffe ich die Hauptrunde zu erreichen und bei der Deutschen Meisterschaft dabei zu sein. Der Idealfall wäre sie zu gewinnen, aber die Hauptsache ist, die Saison mit einem positiven Ergebnis zu beenden. Persönlich hoffe ich auf erste Einsätze im Seniorenbereich. Dort will ich mich möglichst gut präsentieren und weiterentwickeln.

Und wie sieht dein Plan für die weitere Zukunft aus? Ziel Bundesliga?

Auf jeden Fall möchte ich Handball später beruflich spielen. Na klar, am liebsten mit den Recken in der Bundesliga und wenn alles gut läuft, auch mal im Seniorenbereich für Deutschland.

Dann wünschen wir dir viel Erfolg auf deinem weiteren persönlichen und sportlichen Weg, den wir natürlich im Auge behalten werden