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3. Liga: Jungrecken imponieren in Dessau

bei TSV Redaktion

Damit hatte nicht einmal Heidmar Felixson als steter Optimist gerechnet: „Dass wir aus Dessau-Roßlau einen Punkt mitnehmen, ist unglaublich, einfach bombastisch.“ Der Trainer unserer Jungrecken war angesichts der Leistung seiner Mannschaft beim 28:28 (11:13) völlig begeistert. Die Vorzeichen standen auch nicht so, dass etwas zu erwarten gewesen wäre. „Man muss auch noch bedenken, dass Veit Mävers und Jannes Krone erst morgens um halb vier aus Mannheim vom Bundesligaspiel bei den Rhein-Neckar-Löwen zurückgekommen sind, um 12 Uhr fuhr unser Bus bereits nach Dessau ab.“ Aber gerade Veit Mävers waren die Strapazen nicht anzusehen. Nach zehn Minuten eingewechselt, diktierte er die Spielabläufe. „Veit war überragend, Dessau hatte große Schwierigkeiten seine Kreise zu stören“, lobte Felixson. Mit neun Treffern war er zudem bester Torschütze der Burgdorfer. Die Partie begann ausgeglichen, bis zum 5:5 (13. Minute) schafften es die Gäste stets den kleinen Vorsprung des Tabellenführers zu egalisieren. Erst danach setzten sich die Hausherren etwas ab, lagen nach 21 Minuten sogar 10:6 vorne. „Aber wir sind drangeblieben, haben Dessau nicht wegziehen lassen“, hob der Isländer den kämpferischen Einsatz seiner Jungs hervor. Noch vor der Pause konnte Mävers einen Strafwurf verwandeln und den Rückstand auf zwei Treffer verkürzen. Auch nach dem Seitenwechsel blieb die TSV in Schlagdistanz, erst traf Bastian Weiß zum 18:19 (46.), Mävers, eine Zeigerumdrehung weiter, zum 19:20. Erst in der Schlussphase schien der Aufstiegsfavorit den längeren Atem zu haben, erhöhte in der 53. Minute auf 26:22. Als es fünf Minuten vor dem Ende sogar 27:22 hieß und Martin Hanne zudem eine Zeitstrafe abbrummen musste, waren die knapp 1200 Zuschauer in der Anhalt-Arena bereits in Feierlaune. Doch weit gefehlt, erst traf der B-Jugendliche Justus Fischer und anschließend U20 Nationalspieler Mävers doppelt. Zwar konnte Dessaus Vincent Sohmann den Burgdorfer Rückstand auf 25:28 erhöhen, doch die finalen 133 Sekunden gehörten der TSV, besser gesagt dem 18-jährigen Martin Hanne. Zunächst brachte er innerhalb von 37 Sekunden seine Farben mit einem Doppelschlag auf 27:28 heran. Als Dessaus Angriff verpuffte, legte Felixson blitzschnell die Grüne Karte, besprach in der Auszeit den finalen Angriff. 16 Sekunden blieben seinem Team für die letzte Offensivaktion. „Was wir besprochen hatten, ging nicht ganz auf. Doch der Ball landete bei Martin Hanne, der den Ball von ungewohnter halbrechter Position mit einem gewaltigen Schlagwurf ins Tor hämmerte“, schildert der Coach die letzte Aktion. Der Treffer sorgte für Entsetzen bei den Zuschauern und Riesenjubel bei den Burgdorfer Spielern. „Meine Mannschaft hat eine unfassbare Moral gezeigt. Aber es waren nicht nur Veit und Martin, sondern das gesamte Team hat unglaublich gekämpft“, nahm er keinen von seinem Lob aus.
Am kommenden Samstag steht für die Jungrecken das nächste Auswärtsspiel an. Um 19.30 Uhr wird das Nachbarschaftsduell beim HSV Hannover-Anderten in der Misburger Sporthalle angepfiffen.

TSV Burgdorf II: Wernlein, Oelkers – Mävers (9/1), Hanne (8), Weiß (5), Krone, Fischer (je 2),  Wunsch, Foltyn (je 1), Baune, Ayar, Krenke, Sperling.